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Roland HP302: Ausgiebiger Testbericht und Eindruck nach einem halben Jahr

Donnerstag, 18. August 2011

Das Roland HP302

Vor einem halben Jahr, im Februar 2011, habe ich mir nach einer sehr langen Entscheidungs- und Auswahlphase ein Roland HP302 Digitalpiano zugelegt. Basierend auf Demoaufnahmen aus dem Internet, Testberichten (die zu dem relativ neuen Instrument aber noch eher rar waren) und zu guter Letzt natürlich auch einem ausgiebigen “Anspielen” vor Ort im Klaviergeschäft bin ich zu dieser Entscheidung gekommen, nachdem die meisten anderen Klaviere vor allem von der Natürlichkeit des Pianoklangs her nicht mithalten konnten. In der engeren Auswahl waren zum Schluss ohnehin nur noch das Yamaha YDP-161 (nicht schlechter, aber im Vergleich zum Roland dünner Klavierklang, außerdem sehr dürftiger Funktionsumfang) sowie einige Modelle von Kawai, die aber entweder teurer waren oder mir von der Tastatur her nicht so gut gefielen. Doch der Reihe nach.

Ich wollte schon viel früher drüber schreiben, Vorteil der Tatsache, dass ich das Instrument nunmehr schon 6 Monate besitze und benutze, ist allerdings, dass ich jetzt anstelle eines “Ersteindrucks” oder kurzen Testberichts, wie ihn auch die meisten Musikzeitschriften zu diesem Thema höchstens bringen, einen mehr oder weniger kompletten Erfahrungsbericht liefern kann.

Authentischer Klavierklang größter Pluspunkt

Zunächst einmal will ich mit den großen Vorzügen des Instruments beginnen: Das Wichtigste ist ganz sicher der absolut hervorragende Klavierklang. Dieser rekrutiert sich aus einem Satz exzellenter Piano-Samples, die akustisch in allererster Güte angefertigt wurden, und einer raffinierten Kombination aus Sample-Überblendungen (zur Vermeidung von Sprüngen in der Klangfarbe bei langsam ansteigender Dynamik, d.h. Velocity-Werten), dynamischen Filtern zur Kaschierung von Loopbereichen, Saitenresonanz-Simulation und einiger weiterer Tricks, die Roland insgesamt unter dem vielversprechenden Namen “SuperNATURAL Piano” zusammenfasst. Auch wenn der Name natürlich ein Marketingbegriff ist, ist er meiner Meinung nach durchaus berechtigt.

Um gleich mit den besonders gelungenen Klangfarben (Voices) weiterzumachen: Das HP302 hat eine ganze Palette fabelhafter Hammond-Orgeln in Petto: In Kombination mit dem variablen Leslie-Effekt ergeben sich hier sehr schöne Spielmöglichkeiten. Auch das Cembalo-Sample gefällt mir sehr gut, mit seinen Note-Off-Samples wird das beim Cembalo deutlich hörbare Abdämpfen der Saite beim Loslassen der Taste sehr schön simuliert. In Kombination mit den einstellbaren historischen Stimmungen (z.B. Kirnberger) kommen hier die Liebhaber Alter Musik voll auf ihre Kosten, und das HP302 macht sich, falls mal kein echtes Cembalo greifbar ist, so auch für die Begleitung einer Continuo-Gruppe sehr gut. Die beiden besten Kirchenorgeln (Others 1 und Others 88) machen ebenfalls einiges her und sind für die Nutzung der historischen Stimmungen genauso prädestiniert.

Etwas dürftig sind dafür die E-Piano-Samples, die allesamt sehr langweilig und dünn klingen – klar, ein authentisches Fender ist nun mal Mono, aber hier hätte ruhig etwas reichlicher mit Chorus, Tremolo, Distortion und so weiter gespielt werden dürfen. Allein das “FM E-Piano” (E. Piano 3) und das “Vintage EP” (E. Piano 2) sind noch ganz passabel, aber nichts davon ist auch nur annähernd “funky”, egal bei welcher Key-Touch-Einstellung.

Wett macht diesen kleinen Schönheitsfehler aber neben den schon genannten tollen Hammond-Samples das wirklich sehr funkige Clavinet-Sample, das macht einfach nur Spaß.

Weiteres großes Plus, wenn auch heute bei Instrumenten der Preisklasse fast schon Standard, ist der USB-Host-Port zum Anschluss von USB-Speichermedien (Mass Storage). Auch CD-ROM-Laufwerke (das Abspielen von Audio-CDs ist ebenfalls möglich) und sogar Diskettenlaufwerke können hier angeschlossen werden – falls jemand also noch irgendwelche alten Disketten mit MIDI-Files finden sollte, sei es vom alten Atari ST, einem 90er-Jahre-Yamaha-Keyboard oder einem Standalone-Sequencer, kann er diese mit einem USB-Diskettenlaufwerk (ab 14 Euro z.B. bei Amazon) direkt mit dem HP302 weiterverwenden und wiederbeleben.

USB-Host-Port

Bei Audio-CDs (und WAV-Dateien, die das Gerät ebenfalls abspielt) können sogar die Tonhöhe und das Tempo unabhängig voneinander reguliert werden, was natürlich ab einer bestimmten Abweichung mit den bekannten Artefakten einhergeht. Auch kann die Stereomitte herausgerechnet werden (Voice-Cancellation / Karaoke-Effekt), was ebenfalls natürlich nicht immer gut klingt. Zu beachten ist, dass WAV-Dateien ausschließlich im Format Linear PCM, 44,1 kHz, 16 bit, Stereo vorliegen dürfen. Schon die geringste Abweichung (z.B. Mono statt Stereo) führt beim Abspielen zu einer Fehlermeldung.

Standard-MIDI-Files (.MID) können geladen und gespeichert werden, und es kann frei zwischen dem internen Speicher (max. 99 Songs) und einem externen USB-Speicher kopiert werden.

Roland hat es hier tatsächlich geschafft, auf einem 3-stelligen Sieben-Segment-Display eine vollständige Ordnernavigation mit Unterordnern etc. zu realisieren, die zwar bisweilen etwas fummelig und ganz gewiss gewöhnungsbedürftig ist, aber doch immerhin das wahrscheinlich Beste ist, was man aus einem solch beschränkten Display machen kann.

Es ist wie überall im Leben: wer ein Digitalpiano kaufen möchte, muss sich darüber im Klaren sein, dass es “das perfekte Instrument” nicht gibt, und so hat auch das Roland HP302 natürlich einige Schwachpunkte.

Der größte Nachteil des Instruments sind die schwachbrüstigen Lautsprecher bzw. Verstärker. Hört man das Gerät im Laden das erste Mal, ist man wahrscheinlich ein wenig enttäuscht von dem quäkigen Bass und den dumpfen Höhen. Hier hat Roland ganz klar massiv gespart. Ein Blick in die technischen Daten verrät denn auch: Lediglich 2×12 Watt stehen hier zur Verfügung, und das hört man deutlich. Die Ingenieure haben versucht, mittels Breitbandlautsprechern und “effizienter Verstärkertechnologie” (was soviel heißt wie “wir haben solang am Frequenzgang rumgebogen, bis es noch ein bisschen lauter klang”, vergleichbar mit irgendwelchen SRS-WOW-Effekten) noch das beste rauszuholen. Das gelang nicht wirklich. Dafür verbraucht das Instrument, dem ein sparsames Schaltnetzteil beiliegt, bei mittleren Lautstärken lediglich insgesamt um die 8 Watt – das nenne ich sparsam!

Mit Kopfhörern kommt der “Wow-Effekt”

Um es gleich vorwegzunehmen: Das Instrument ist trotzdem jeden Euro wert, und ich habe mich bewusst entschieden, das HP302 zu kaufen, als ich im Laden meinen mitgebrachten, wirklich sehr guten Kopfhörer (Sennheiser HD 580 precision) angeschlossen und aufgesetzt habe. Denn da kommt dann wirklich der Wow-Effekt: Der Klang ist herrlich ausgewogen, und die Bässe beim Klavierklang sind von einer Fülle, wie man sie selten hört bei Digitalpianos.

Da ich wusste, dass ich in meiner Wohnung öfter mit Kopfhörern spielen werde und darüber hinaus auch sehr viel mit dem Instrument “Musik produzieren”, also das Signal über die Line-Ausgänge aufnehmen würde, konnte ich über den Mangel des eingebauten Verstärker-/Lautsprecher-Trakts gut hinwegsehen.

Wer das nicht kann oder möchte, ist mit dem HP305 etwas besser beraten, das exakt die gleichen Features, Samples und Klangerzeugung bietet, jedoch einen doppelt so starken Verstärker mit 4 Lautsprechern sowie eine matte Tastatur (“Elfenbeinnachbildung”) hat, dafür aber auch bis zu 500 Euro mehr kostet. Das war es mir persönlich nicht wert, zumal das HP305 ein leicht anderes Gehäuse mit idiotischerweise vorne angebrachten MIDI- und USB-Host-Anschlüssen hat. Beim HP302 ist alles hinten, nur die Kopfhörerausgänge und die USB-Host-Buchse sind an der Unterseite, sodass ein eingesteckter USB-Stick sehr schön verschwindet. Beim HP305 würde dieser ständig nach vorne herausragen, sodass auch dies mir die Entscheidung noch etwas weiter erleichtert hat. Zumal das Lautsprechersystem des HP305 auch nicht um Welten besser ist.

Wer gleich noch viel tiefer in die Tasche greifen will (hier bekommt man dann auch ein wirklich um Welten besseres Lautsprechersystem mit tollem Bassfundament), sollte sich das HP307 anschauen, das aber auch gleich über 1000 Euro teurer ist als das HP302. Es hat eine noch realistischere Tastatur (“Progressive Hammer Action III”), ein größeres, grafikfähiges Display und sehr viele Anpassungsmöglichkeiten beim Klavierklang.

Beim HP302 (und HP305) “beschränken” sich letztere auf die Stärke der Saitenresonanz, Dämpferresonanz, die Stimmung, verschiedene Pedaleinstellungen, Brillanz und natürlich den “Key Touch”, also die Zuordnung zwischen Tastaturanschlag und “Härte” des produzierten Tons.

Es ist Geschmackssache, aber mir persönlich produziert die Key-Touch-Einstellung “N” (normal) etwas zu weiche, dumpfe Klaviertöne, und die “nächst-härtere” Einstellung, “L1″, klingt mir bei etwas forscher angeschlagenen Tönen schon fast ein klein wenig zu hart. Aber wirklich nur ein klitzekleines Bisschen, ich jammere hier wirklich auf hohem Niveau.

Bedienung und Sequencer

Die etwas umständliche Bedienung mit mehrfach belegten Tasten und dem kleinen 3-Ziffern-Display lässt manchmal etwas zu wünschen übrig, ist dafür, was die Bedienschritte angeht, aber wenigstens konsequent. Der Sequencer hat ebenfalls so seine Tücken, am Anfang kam es mehr als einmal vor, dass eine wunderschön gespielte Performance (nur dieses Mal hat’s so gut geklappt!…) einfach nicht aufgenommen wurde, weil ich bei der Bedeutung der Zustände der drei Spurwahltasten (möglich ist für jede Taste der Zustand “Leuchten”, “Blinken”, “Aus” und gibt an, auf welchen Spuren aufgenommen, welche nur abgespielt und welche stummgeschaltet werden) wohl doch irgendwas verwechselt hatte. Übung macht aber auch hier den Meister.

Der Sequencer funktioniert sehr gut, nimmt immer im Format 0 auf, die drei Spuren “Accomp”, “Left” und “Right” sind den MIDI-Kanälen 3, 4 und 5 zugeordnet. Bei vorhandenen MIDI-Files vom USB-Stick erkennt das Gerät in vielen Fällen auch die Zuordnung von linker und rechter Hand, sodass man sehr oft durch “Wegdrücken” der Spur “Right” zum Beispiel die rechte Hand stummschalten und selbst dazuspielen kann. Mir scheint, dass hier die Zuordnung sogar etwas intelligenter ist, als einfach nur die MIDI-Kanäle 3, 4 und 5 fest auf die drei Spurwahltasten zu legen, denn es funktioniert bei weitaus mehr MIDI-Dateien, als man denkt. Bei Format-1-Dateien scheint auch die Track-Aufteilung herangezogen zu werden.

Die Zuordnung der Voices in die Kategorien “Piano”, “E. Piano”, “Strings” und “Others” ist manchmal ziemlich willkürlich. Besonders die Tatsache, dass sich die meisten interessanteren Voices dann doch unter “Others”, und hier vor allem in den etwas schwer zugänglichen Bereichen jenseits der 150, befinden, ist schade. Mit einem Tastendruck umschalten zwischen ner Leslie-Orgel und nem Synth-Pad? Unmöglich: Erstere ist irgendwo bei Others 7, letzteres irgendwo bei Others 214. Und da “dankenswerterweise” das schnelle Scrollen beim Gedrückthalten der Plus- oder Minustasten auch bei Erreichen der Schlagzeugregister stoppt (damit man die besser erreichen kann), sind mindestens 3 Tastendrücke a 5, 3 und 15 Sekunden nötig…

Das würde ich aber auch noch unter den Punkt “Bedienung” verbuchen. Was übrigens alles nicht ins Gewicht fällt, wenn man das Gerät per MIDI fernsteuert und die Einstellungen alle an einem Sequencerprogramm auf dem PC vornimmt und das Piano nur als Eingabeklaviatur und wiederum Ausgabemedium zur Klangerzeugung nutzt.

Ein Blick auf die MIDI-Implementierung

Das funktioniert ganz prima: der USB-MIDI-Port wird unter Windows Me, 2000 und XP sofort als MIDI-Gerät erkannt (USB-Audio-Device-Klasse) und man kann ohne Treiberinstallation sofort loslegen. Da Microsoft ja aus unerfindlichen Gründen bei Windows Vista und 7 den generischen USB-MIDI-Treiber leider entfernt hat, muss man sich unter diesen Betriebssystemen einen Treiber von der Roland-Homepage herunterladen. Für andere Betriebssysteme wie Linux und Mac OS gibt es ebenfalls Treiber, außerdem gibt es einen alternativen USB-Modus, der sich in den Einstellungen des Pianos auswählen lässt und den man wählen sollte, wenn es mit dem generischen Treiber nicht klappt. Da ich keinen Mac habe und auf meinen PCs allesamt Windows XP läuft, habe ich das nicht testen (müssen), denn sofort nach dem Einstecken funktionierte alles, in der Standardeinstellung.

Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass das Gerät bei Wahl eines neuen Registers zwar Bank Select und Program Change per MIDI ausgibt, jedoch nicht die Controller-Change- und System-Exclusive-Befehle, die es intern an seine Klangerzeugung sendet, um die zu jedem Register gehörigen Effektparameter aufzurufen. Beispiel: Bei den Hammond-Orgeln einen Leslie-Effekt, bei verschiedenen E-Pianos diverse Choruseffekte. Ergebnis ist leider, dass bei der Benutzung des “Local Off”-Modus und Spiel des Instruments über MIDI-Thru des PCs leider diese Effekte alle deaktiviert sind und die Voices daher ziemlich dünn klingen (alle Orgeln und E-Pianos sind ohne Chorus etc. beispielsweise Mono, lediglich die Klavier- und das Cembalo-Sample scheinen mir echte Stereosamples zu sein).

Vorteil ist aber, dass man anhand des wirklich äußerst ausführlichen MIDI Implementation Charts von Roland (Link: http://media.rolandus.com/manuals/HP-302_MI.pdf) selbst Effektparameter an das Instrument senden kann, womit man Effekte erzielen kann, die weit über die fest einprogrammierten und den Instrumenten zugeordneten Effekte hinausgehen. Man kann z.B. bei den Leslie-Effekten die Geschwindigkeiten der einzelnen Lautsprecher, deren Beschleunigungs- und Abbremsdauer und vieles mehr einstellen, bis hin zu komplexen Gated-Reverb-Effekten.

Nettes Gimmick: Twin-Piano-Modus

Ein ungewöhnliches Feature ist der Twin-Piano-Modus, bei dem die Tastatur in der Mitte geteilt wird und man in beiden entstehenden Bereichen wieder ein “mittleres C” erhält. Interessante Effekte lassen sich erzielen, wenn man in beiden Bereichen gleichzeitig verschiedene Melodien spielt, da beide “Klaviere” sich an verschiedenen Positionen in der Stereobasis befinden – siehe die beiden entsprechenden Videos am Ende des Artikels.

Der Twin-Piano-Modus kann auch so eingestellt werden, dass die “beiden Klaviere” vollkommen voneinander getrennt werden und eines nur im ersten, das zweite nur im zweiten Kopfhörer zu hören ist. Da die gesamte Klangerzeugung des Gerätes aber ja nur zweikanalig ist (Stereo), ist klar, was daraus resultiert: Beide Kopfhörer bekommen nur noch ein Monosignal (das wird übrigens ganz hart direkt vor den Kopfhörerbuchsen umgeschaltet, bei Aktivierung dieses Modus hört man auch ein Relais klicken). Da der Hallprozessor aber aus beiden ihm zugeführten Kanälen nur ein Stereo-Raumsignal erzeugt, und man daher immer den “Hall” des jeweils anderen Klaviers in “seinem” Kopfhörer mithören würde, haben die Roland-Entwickler den Reverb-Effekt und überhaupt sämtliche Effekte in diesem Modus komplett deaktiviert. Im Klartext macht es also überhaupt keinen Spaß, so zu spielen – komplett trockene Mono-Klaviersamples, da klingt jedes Billig-Keyboard besser (fast)…

Bevor ich die Vor- und Nachteile sowie einige besonders gute und weniger gute Voices nochmal in Form von Stichpunkten aufzähle, möchte ich zum Schluss noch meine Standardeinstellungen für das alltägliche, realistische Klavierspiel aufzählen: Brilliance = 3, Reverb = 8, Key Touch = L1, alles andere auf Standardeinstellung. Überhaupt muss ich abschließend unbedingt nochmals auf den eingangs erwähnten tollen Klavierklang zurückkommen, der allein schon die Anschaffung des Gerätes absolut rechtfertigt. Besonders zusammen mit der Saitenresonanzsimulation, der verblüffend realistischen Halbpedal-Erkennung mit vollen 128 Stufen und der sehr guten Tastatur mit Druckpunktsimulation macht es wirklich Spaß, auf dem Instrument zu spielen. Um so mehr, wenn man gute Kopfhörer hat…

Vorteile:

  • Exzellentes Pianosample mit sehr natürlicher, ausgewogener Wiedergabe
  • Gutes Spielgefühl
  • Sehr realistisches Pedalgefühl mit Halbpedalerkennung
  • Sehr gutes Cembalo-Sample mit Note-Off-Samples
  • Reichhaltige Auswahl an Hammond-Orgeln mit Leslie-Effekt
  • 2 nicht schlechte Kirchenorgeln
  • Historische Stimmungen (rein, Kirnberger, Werckmeister etc.)
  • USB-Hostanschluss
  • USB-MIDI-Anschluss und klassischer MIDI-Anschluss
  • Extrem geringer Stromverbrauch
  • Generiert und liest Standard-MIDI-Files
  • Hervorragend dokumentierte MIDI-Implementierung
  • 3-Spur-Sequencer
  • Twin-Piano-Modus
  • 2 Kopfhöreranschlüsse

Nachteile:

  • Ziemlich schlechtes Lautsprecher-/Verstärkersystem
  • Etwas grobe Einteilung der möglichen Key-Touch-Einstellungen
  • Teilweise gewöhnungsbedürftige Bedienung
  • Eher mäßige E-Piano-Samples

 

Ein paar Kostproben der Möglichkeiten

Im Laufe der Zeit habe ich auch einige Tracks mit dem Instrument aufgenommen, die zwar (bis auf das letzte Video ganz unten) nicht gerade Demo-Charakter für den eigentlichen Klavierklang haben, aber vielleicht einen Eindruck über die Möglichkeiten des Instruments geben. (Wer einfach nur den Klavierklang hören möchte, sollte sich auf der Roland-Homepage die Demos anhören, oder das hier verlinkte YouTube-Video ansehen).

Jetzt aber die Links zu meinen entsprechenden Videos – und damit sage ich auch Tschüss, viel Spaß mit den Videos und ich hoffe, vielleicht dem einen oder der anderen mit diesem Artikel die Entscheidung über das nächste Digitalpiano etwas erleichtert zu haben! (Linkliste aktualisiert am: 21.04.2017)

Viele Grüße
Euer Fabian

Warum Teletext auch 2011 nicht totzukriegen ist…

Dienstag, 15. Februar 2011

ARDText (Quelle: Wikipedia)

Hab ich eigentlich schon mal erwähnt, wie absurd die schiere Existenz von Teletext heutzutage ist?

Ursprünglich als Erweiterung des Fernsehsignals um Zusatzinformationen gedacht und in “sowieso nicht genutzten” Stellen des Videosignals übertragen (nämlich in der vertikalen Austastlücke, auch VBI genannt), gibt es heute in der gesamten Signalkette zwischen der Person, die den Teletext redaktionell und technisch erstellt und derjenigen, die sie zu Hause am Fernseher konsumiert, praktisch keine Stelle mehr, an der er wirklich in der vertikalen Austastlücke irgendeines Videosignals (und somit quasi “nebenher”, ohne zusätzlichen Aufwand) transportiert würde!

Ja! (Keine Angst, es folgt jetzt kein grundsätzliches Plädoyer gegen Teletext oder so…)

In den Sendeanstalten ist es seit der Umstellung auf HDTV und damit der flächendeckenden Verwendung sogenannter HD-SDI-Signale im Funkhaus gar nicht mehr (standardkonform) möglich, Teletextsignale oder überhaupt “Datenzeilen” im klassischen Sinne in das Videosignal zu insertieren, schlicht weil es dafür keinen Standard gibt. Nicht, dass es nicht möglich wäre (“Bits übrig” sind massig im HD-SDI-Signal und für alle möglichen Arten von Timecode, Ton, Beschreibung des Bildformates etc. gibt’s auch Standards, wo im Signal man die nun unterzubringen habe – nur für klassische SD-VBI-Daten noch nicht). Also wird in den Sendern der Teletext per Netzwerk (jawohl!) übertragen, oder, noch schlimmer: alleine für diesen Zweck existiert ganz einfach noch eine analoge SD-Videostrippe die “nebenher” läuft und nur die Zeilen der Austastlücke quasi “zum Sendemast” transportiert. Da gehts dann nämlich erst richtig los:

Auf dem digitalen Übertragungsweg (DVB-S/S2, DVB-T/T2, DVB-C/C2) gibt es nämlich schon lange vor HDTV, seit mindestens 10 Jahren, keine vertikale Austastlücke mehr. Stattdessen müssen die Daten, die dort zu analogen Zeiten übertragen worden wären, umständlich in digitale Datenpakete “umverpackt” und als extra Datenstrom mit eigener “PID” (Program ID) gesendet werden.

Und schlussendlich gibt es, seit sich HDMI als Verbindung zwischen Receiver und Fernseher gegenüber SCART durchgesetzt hat, auch gar keine Möglichkeit mehr, die Teletextdaten an den Fernseher zu übertragen, schlicht weil es in HDMI ebenfalls keine “Austastlücke” mehr gibt!

Sprich: Der Receiver selbst muss den Teletext dekodieren und quasi “als Bild” anzeigen, was dann auf dem Fernseher sichtbar wird.

An der ganzen Kette ist also praktisch nichts mehr so wie früher, es ist ein wildes Hin- und Her-Ge-”wrappe” von Datenströmen, um immer der jeweils nächsten “Schicht” die “alten Verhältnisse” vorgaukeln zu können (JA, klar: es ist möglich – und viele Receiver machen das auch – , aus dem ganzen Teletext-Strom wiederum – ja, jetzt wird’s traurig – analoge Daten-Videozeilen zu generieren, die dann am SCART-Ausgang wieder in die Austastlücke eingetastet werden). Damit Omas Röhrenfernseher mit Teletextdekoder alles so vorfindet, wie vor 30 Jahren…). OK, ganz so dumm ist die Sache mit der Kompatibilität ja auch gar nicht – wird ja auch anderswo gemacht, schließlich ist so ein Videosignal auch heute noch zu Schwarz-Weiß-Fernsehern kompatibel

Auf der anderen Seite hatten es Nachfolgeangebote wie MHP, DigiText, intercast, Zap2Web und wie sie alle hießen, nie eine Chance sich durchzusetzen. Und das, obwohl sie grafisch und technisch viel ansprechender sind, als der Teletext, den damals die BBC im Jahre 1976 erfunden hat und der heute ja im Prinzip noch genau so aussieht.

Ich frage mich: Warum? Auch so, wie es jetzt ist, ist eigentlich nichts mehr “wie es war” und über all die Jahre wurde mannigfaltig neuimplementiert (z.B. Routinen, um aus analogen Teletextzeilen die Daten für die DVB-PID zu machen; Routinen, um das ganze wieder aus einem DVB-Multiplex rauszuextrahieren, zu dekodieren und als Bild zu “zeichnen”, damit man es am ultramodernen Flachbildfernseher über HDMI auch ansehen kann).

Keine Angst, das hier soll – immer noch – kein Plädoyer gegen den guten (?) alten (!) Teletext sein, er hat sicher seine Berechtigung, zumindest gehabt. Dennoch: wir haben heute überall und immer Internetzugang. Wäre es nicht sinnvoller, auf das ganze Teletext-Geraffel ein für alle mal zu verzichten, spätestens jetzt, wo fast alle neuen Fernseher sowieso einen LAN-Anschluss haben?

Oder, wenn man denn unbedingt mit dem Fernsehsignal Zusatzdaten übertragen will: Doch mal umzustellen auf was HTML-basiertes an Stelle des antiquierten 40-Zeichen-24-Zeilen-Bildschirmtext-Standards (CEPT)? Wenn ja doch – ich wiederhole mich wieder – sowieso an keiner Stelle der Signalkette mehr der Teletext so übertragen wird wie früher, also im Videosignal “inhärent” und ohne dabei Aufwand zu verursachen?

Stattdessen dieser Tage extra LAN-Infrastrukturen in den Sendern geschaffen werden müssen, nur um die paar Bits/s zum Sendemast transportieren zu können…

Es kostet den Gebührenzahler eigentlich “unnötig” Geld, wenn die Anstalten – nur für diesen Service! – beim HD-Umstieg ganzer Sendeabwicklungen allerlei technische Klimmzüge machen müssen, nur um auch im Jahre 2011 noch Klötzchengrafik in die Wohnzimmer bringen zu können! (Ich mag sie trotzdem, die alte Klötzchengrafik, ja…)

Wie auch immer, ich schätze wohl, dass jegliche Elaboration gegen Teletext (was das hier wirklich nicht sein soll!) bei eingefleischten Teletext-Fans ohnehin auf Granit stoßen wird: Die würden auch wenn nur für Teletext eine DSL-Leitung zusätzlich zum HD-Sat-Receiver ins Haus gelegt werden müsste, nicht drauf verzichten wollen. Und dann den Web-Teletext auf www.tagesschau.de oder www.zdf.de aufrufen…

Daher: keine Sorge, den Teletext wirds wohl (zum Glück oder leider?) auch in 10 Jahren noch geben. Mindestens.

[Update: Für alle, die auch die Bits & Bytes "hinter" Teletext verstehen möchten, habe ich ein paar Details zu den technischen Hintergründen von Teletext zusammengetragen, und zwar im Artikel "Teletext wirklich verstehen", der ab sofort im Bereich "Texte" zu finden ist.]

“Neue” Komposition online!

Mittwoch, 12. Januar 2011

Neue Noten veröffentlicht

Wie versprochen habe ich mich jetzt mal wieder um meine Musik-Seite mit meinen diversen Eigenkompositionen und -Arrangements gekümmert und erstmal damit angefangen, bisher unveröffentlichtes, aber eigentlich fertiges Material auf die Webseite zu bringen.

In dem Falle ist das mein 4- bis 7-stimmiger Chorsatz “Vater Unser im Himmel”, der schon seit 2007 in meiner virtuellen “Schublade” liegt, es aber irgendwie nie da rausgeschafft hat. Nun ja, jetzt ist es soweit. Als Besonderheit sind in dem Stück drei musikalische Zitate versteckt, die ich hier noch nicht verrate… Aber ich würde mich natürlich freuen, wenn ihr, falls ihr glaubt sie gefunden zu haben, euch einfach meldet und mir sagt was ihr denkt – mal sehen ob ihr richtig liegt. Ich wünsche jedenfalls viel Spaß beim Hören, Singen, Suchen und Raten!

Herzlichst, euer
Fabian

Aktualisierter Artikel…

Donnerstag, 06. Januar 2011

Meine CASIO "Wave Ceptor"-Funkarmbanduhr mit leerer Batterie.Früher oder später musste es ja wohl mal sein, eigentlich hab ich ja darauf gewartet: Die Batterie meiner CASIO-Funkarmbanduhr, über die ich in diesem Elektronik-Artikel aus dem Jahre 2004 so stolz schreibe, dass sie wohl “ewig” hält, ist heute Mittag leergegangen. Ziemlich plötzlich und ohne Vorwarnung… Naja, aber ist ja für ne Funkuhr schon kein schlechter Schnitt: Immerhin von Mitte 2000 bis zum 06.01.2011 hat sie mit der ersten Batterie durchgehalten! Ich habe den Artikel entsprechend aktualisiert.

Frohes Neues Jahr!

Montag, 03. Januar 2011

Ich wünsche allen Besuchern meiner Homepage ein frohes, glückliches und gesundes neues Jahr 2011 und möchte diese Gelegenheit nutzen, endlich mal wieder einen neuen Eintrag in meinen doch im letzten halben Jahr etwas vernachlässigten Blog zu stellen.

Die letzten Monate waren für mich sehr ereignisreich und letztendlich auch recht anstrengend. Das ist auch der Grund, warum sich hier nicht mehr so viel getan hat. Ich möchte aber in Zukunft insbesondere meine Musik-Sektion wieder etwas aufleben lassen und natürlich auch diesen Blog.

Auch in der Elektronik-Ecke gibt es das eine oder andere, was ich schon lange veröffentlichen wollte und wozu ich demnächst auch vielleicht wirklich mal komme…

Nichtsdestotrotz ist dieser Blog nicht der Mittelpunkt meiner Aktivitäten, denn die, die mich kennen, wissen, dass im Zeitalter von Social Networking und Web 2.0 die Post mehr und mehr in “Echtzeit”, in “Microblogging” und “Likes” abgeht. Die, die mich nicht kennen, können zumindest bei meinem Twitter-Account vielleicht ein bisschen was von dem erahnen.

Ich bin mir sicher, dass das nächste Jahr ein sehr gutes Jahr werden wird. Wenn es bei mir so weiter geht, wie das letzte Jahr aufgehört hat – nämlich bei allen Aktivitäten und Arbeitsanstrengungen auch sehr harmonisch und schön – dann bin ich voll und ganz zufrieden. Und ich wünsche euch, dass ihr das auch sein könnt. Immer daran denken: Wenn das Jahr erfolgreich war, dann freue dich auf’s Neue. War es schlecht, dann erst recht! ;-D

In diesem Sinne: Alles Gute für 2011!

Euer Fabian

Himmlische Ruh’…

Sonntag, 18. April 2010

Wer im Rhein-Main-Gebiet wohnt, wird die letzten Tage in vollen Zügen genossen haben. Es ist herrlich ruhig am Himmel. Aber auch am Boden: In Mainz beispielsweise ist es so ruhig wie sonst nur auf dem Lande. Alle Anti-Fluglärm-Initiativen sollten jetzt bitte mal messen, um Vergleichswerte zu haben. Denn es ist im Vergleich sowas von ruhig, dass man es fast nicht glaubt, dass an der ganzen Brummerei und Rauscherei am Himmel sonst wirklich nur die Flugzeuge schuld sind, aber so ist es! Ich höre fast keine Autos (an einem Sonntag, okay, aber trotzdem).

Nein, nochmals – das, was uns Tag für Tag auf die Nerven geht, ist ausschließlich das Gebraus der Flieger. Ich freu mich jedenfalls wie Bolle, dass alle Lufthansas dieser Welt jetzt erstmal den Kürzeren ziehen, wenn Eyjafjallajoküll loslegt.

Ich habe übrigens nichts gegen Hobby-, Segel- und sonstige Kleinflieger. Eines der schönsten Hobbys, wie ich finde. Und die fliegen ja nicht ununterbrochen, den ganzen Tag, dicht an dicht…

Ich genieße es jedenfalls und wünsche allen, denen es auch so geht, einen schönen Sonntag!

Neu, neu, neu…

Sonntag, 07. Februar 2010

Lange Zeit habt ihr an dieser Stelle nichts mehr von mir gehört, jetzt ist es an der Zeit das zu ändern. Natürlich gibt es einige Gründe für die Inaktivität dieses Blogs: zunächst wäre da einmal die Verlagerung der Gelegenheits-Blogaktivitäten mehr und mehr in Richtung meines Twitter-Accounts und YouTube-Kanals, außerdem habe ich mich nach einem neuen Hoster umgesehen, der zuverlässiger und werbefrei ist, und nicht zuletzt war es auch die Tatsache, dass ich mit meiner Diplomarbeit beschäftigt war (und noch bin), die mich ein bisschen vom Schreiben abgehalten hat.

Aber es gibt auch mehrere gute Gründe, hier mal wieder was von mir zu geben, denn gerade in Bezug auf Fabians WebWorld gibt es nun einige Neuerungen: Die Webseite liegt bei einem neuen Hoster, der schnellere Zugriffszeiten und höhere Verfügbarkeit verspricht und – das ist das allerbeste – endlich werbefrei ist (keine lästigen Layer-Pop-Ups mehr)!

Na, wenn das keine guten Nachrichten sind!…

Seat IbizaAußerdem, sehe ich gerade, bin ich auch noch die Bekanntgabe der Ankunft meines neuen Autos schuldig, und vor allem der Marke und des Modells. Beim letzten entsprechenden Post (vom März 2009!), in dem ich meinem Corsa hinterhergetrauert habe, hab ich ja noch nichts verraten. Aber jetzt, in Wort und Bild:

Seat Ibiza SC (Modell 6J) 1.2 in weiß.

Das linke Bild zeigt ihn kurz vor der Abholung im Oktober, noch vor dem Haus des Händlers (ja, es ist natürlich wieder ein EU-Reimport, aber mit guter Ausstattung: ABS, ESP, Seitenairbags, Berganfahrassistent, Radio mit CD, MP3/MP4/AAC/OGG/WMA, USB-Anschluss (iPod-kompatibel), Aux-In, Klimaanlage, Elektr. Fensterheber, Funkfernbedienung, Wegfahrsperre und einiges mehr zu einem sehr guten Preis). Naja, und dann war da ja auch noch die Abwrackprämie, die sogar ziemlich prompt gekommen ist.

Was gibt’s sonst noch neues? Bestimmt so manches, und wenn’s mir einfällt, werd ich mich wieder melden. Überhaupt werde ich jetzt mal öfter wieder schreiben – zwischendurch lohnt es sich aber trotzdem, mir auf Twitter zu folgen, denn näher dran gehts nicht!

In diesem Sinne wünscht euch eine schöne Zeit
Fabian