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Himmlische Ruh’…

Sonntag, 18. April 2010

Wer im Rhein-Main-Gebiet wohnt, wird die letzten Tage in vollen Zügen genossen haben. Es ist herrlich ruhig am Himmel. Aber auch am Boden: In Mainz beispielsweise ist es so ruhig wie sonst nur auf dem Lande. Alle Anti-Fluglärm-Initiativen sollten jetzt bitte mal messen, um Vergleichswerte zu haben. Denn es ist im Vergleich sowas von ruhig, dass man es fast nicht glaubt, dass an der ganzen Brummerei und Rauscherei am Himmel sonst wirklich nur die Flugzeuge schuld sind, aber so ist es! Ich höre fast keine Autos (an einem Sonntag, okay, aber trotzdem).

Nein, nochmals – das, was uns Tag für Tag auf die Nerven geht, ist ausschließlich das Gebraus der Flieger. Ich freu mich jedenfalls wie Bolle, dass alle Lufthansas dieser Welt jetzt erstmal den Kürzeren ziehen, wenn Eyjafjallajoküll loslegt.

Ich habe übrigens nichts gehen Hobby-, Segel- und sonstige Kleinflieger. Eines der schönsten Hobbys, wie ich finde. Und die fliegen ja nicht ununterbrochen, den ganzen Tag, dicht an dicht…

Ich genieße es jedenfalls und wünsche allen, denen es auch so geht, einen schönen Sonntag!

Neu, neu, neu…

Sonntag, 07. Februar 2010

Lange Zeit habt ihr an dieser Stelle nichts mehr von mir gehört, jetzt ist es an der Zeit das zu ändern. Natürlich gibt es einige Gründe für die Inaktivität dieses Blogs: zunächst wäre da einmal die Verlagerung der Gelegenheits-Blogaktivitäten mehr und mehr in Richtung meines Twitter-Accounts und YouTube-Kanals, außerdem habe ich mich nach einem neuen Hoster umgesehen, der zuverlässiger und werbefrei ist, und nicht zuletzt war es auch die Tatsache, dass ich mit meiner Diplomarbeit beschäftigt war (und noch bin), die mich ein bisschen vom Schreiben abgehalten hat.

Aber es gibt auch mehrere gute Gründe, hier mal wieder was von mir zu geben, denn gerade in Bezug auf Fabians WebWorld gibt es nun einige Neuerungen: Die Webseite liegt bei einem neuen Hoster, der schnellere Zugriffszeiten und höhere Verfügbarkeit verspricht und – das ist das allerbeste – endlich werbefrei ist (keine lästigen Layer-Pop-Ups mehr)!

Na, wenn das keine guten Nachrichten sind!…

Seat IbizaAußerdem, sehe ich gerade, bin ich auch noch die Bekanntgabe der Ankunft meines neuen Autos schuldig, und vor allem der Marke und des Modells. Beim letzten entsprechenden Post (vom März 2009!), in dem ich meinem Corsa hinterhergetrauert habe, hab ich ja noch nichts verraten. Aber jetzt, in Wort und Bild:

Seat Ibiza SC (Modell 6J) 1.2 in weiß.

Das linke Bild zeigt ihn kurz vor der Abholung im Oktober, noch vor dem Haus des Händlers (ja, es ist natürlich wieder ein EU-Reimport, aber mit guter Ausstattung: ABS, ESP, Seitenairbags, Berganfahrassistent, Radio mit CD, MP3/MP4/AAC/OGG/WMA, USB-Anschluss (iPod-kompatibel), Aux-In, Klimaanlage, Elektr. Fensterheber, Funkfernbedienung, Wegfahrsperre und einiges mehr zu einem sehr guten Preis). Naja, und dann war da ja auch noch die Abwrackprämie, die sogar ziemlich prompt gekommen ist.

Was gibt’s sonst noch neues? Bestimmt so manches, und wenn’s mir einfällt, werd ich mich wieder melden. Überhaupt werde ich jetzt mal öfter wieder schreiben – zwischendurch lohnt es sich aber trotzdem, mir auf Twitter zu folgen, denn näher dran gehts nicht!

In diesem Sinne wünscht euch eine schöne Zeit
Fabian

Virtualisierung bei “heute” von morgen

Montag, 15. Juni 2009

Wenn ich mir das so ansehe, was da für das neue virtuelle Studio des ZDF geplant ist, werde ich etwas nachdenklich. Aus vielerlei Gründen. Aber der Reihe nach – vorab vielleicht die Info: aus verschiedenen, darunter beruflichen, Gründen hatte ich in letzter Zeit mehrmals die Gelegenheit, sowohl das neue Studio an sich (die “grüne Hölle“, wie es gern genannt wird) als auch den geplanten virtuellen “Inhalt” und auch die zugehörigen Animationen nebst Musik zu sehen bzw. zu hören.

Worum geht es?

Das ZDF hat in den vergangenen zwei Jahren ein ca. 30 Millionen EUR teures, virtuelles Nachrichtenstudio auf den Lerchenberg gestellt. Ich frage mich angesichts dieser doch immensen Summe, ob so etwas wirklich nötig ist (ohne hier eine GEZ-Diskussion anzetteln zu wollen). Ich möchte vielmehr aus ganz anderen, teils persönlichen, teils gesellschaftlichen Gründen auf die Sache blicken.

Was war denn so falsch am alten Studio? Ich fand, das 2001 mit dem “neuen” ZDF-Logo eingeführte heute-(Studio)design mit dem blau-orangen Hintergrund hat etwas Seriöses und dennoch Frisches und Modernes. Dabei vermitteln die Holzpaneelen im Hintergrund irgendwie sowas wie einen “ruhenden Pol”. Nun, das ist meine persönliche Meinung und natürlich Geschmackssache, aber mir hat die alte Deko und überhaupt die alte N (das alte Studio) sehr gut gefallen.

Grüne Hölle

Ein “Tapetenwechsel” wäre aus meiner Sicht nicht nötig, aber er kann ja manchmal auch nicht schaden. Ein Redesign – warum nicht, dachte ich zunächst, bevor die Pläne für das virtuelle Studio standen (ja, man dachte zunächst tatsächlich über ein einfach nur größeres, aber “normales” Studio nach). Als dann stattdessen die viel teuere grüne Hölle gebaut wurde, fürchtete ich schon, dass das Design, da virtuell, ganz sicher nicht mehr so seriös wirken kann wie früher. Stattdessen stellt man sich in eine Reihe mit Pro7, SAT.1, N24 und Co. – so meine Befürchtungen.

Das virtuelle Studio – selbst, wenn technisch noch so perfekt realisiert (und das ist es, davon muss man angesichts millionenteurer VizRT-Rechner schon mal ausgehen) – wird nie so aussehen wie das Signal einer guten Kamera; die Moderatoren werden immer “reingestanzt” / “gekeyt” aussehen. Hätte man doch lieber das viele Geld in noch bessere Kameras und noch besseres Audioequipment gesteckt (m.M.n. eh wichtiger als das Bild des Studios). Aber gut. So sei es. Aber wenn man sich jetzt mal die Begründungen anschaut, wozu das neue Virtuelle gut sein soll, wird einem übel: Man will mehr “Erklärstücke” in einem 3-dimensionalen “Erklärraum” bringen.

Der allgegenwärtige Erklär-Overkill

Ja, und das war für mich der Auslöser, diesen Artikel überhaupt anzufangen. Diese Erklärerei. Teil einer gesellschaftlichen Entwicklung, die – so paradox es klingt – das “gemeine Volk” (den Fernsehzuschauer) weniger bildet denn nach und nach verdummen lässt. Überhaupt begegnen uns heute im Leben immer mehr Hinweise, Schilder, Warnungen, Tipps und Tricks und derlei mehr, die uns doch ja vor den Unbilden des harten Lebens schützen und uns vor aber auch wirklich allem vorwarnen sollen.

Dass ein Kaffeebecher heiß ist, sollte einem der gesunde Menschenverstand sagen und nicht eine Aufschrift auf dem Becher. Wonach ich suchen will, sollte ich mir überlegt haben, bevor das AutoComplete von Google zuschlägt. Dass “Objekte” im Rückspiegel näher sein können als sie erscheinen, sollte ich in der Fahrschule gelernt haben und muss es nicht in Form eines dämlichen Warnsatzes auf dem Spiegel lesen. Und: Wenn ich etwas in den Nachrichten sehe, das mich interessiert, das ich aber nicht ganz verstehe, dann sollte ich mich hinsetzen und recherchieren (das steht ja jedem (noch) frei), anstatt zu warten, dass Madame Slomka mir in einem auf die Schnelle hingeklatschten (freie Übersetzung von “rapid prototyping”) 3D-Erklärraum die “Wahrheit” in Form von Hintergrundinfos zu dem Thema erklärt.

Diese Erklärstücke werden sachlich bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt sein, da könnt ihr euch ganz, ganz sicher drauf verlassen. Denn wenn die heute und das journal auch nur einen Funken ihrer Aktualität behalten wollen, dann werden sie die Erklärstücke wirklich lieblos machen. Wirklich lieblos. Und ich glaube jeder von euch, der sich in einer Materie X gut auskennt, kennt das unbefriedigende Gefühl, das ein jeder Fernsehbeitrag über Thema X hinterlässt und das mitunter an “Da! Sie desinformieren wieder gezielt die Öffentlichkeit!” grenzt.

(Spinnerter Gedanke von mir: Fehlt nur noch, dass Markus Lanz die Erklärstücke moderiert. Ihr wisst schon, der, der nach jedem Satz an den TV-Zuschauer in die Kamera nickt, als spräche er mit einem 2-Jährigen).

Nachrichten oder Magazin?

Der nächste Schritt wäre dann die Zusammenlegung von “hallo deutschland” mit “heute”, dann könnten sie aber auch auf Aktualität verzichten und alles zu einer großen Magazinsendung machen.

So, ich weiß, dass ich jetzt etwas abgeschweift bin, aber genau diese Gedankengänge gehen mir durch den Kopf, wenn ich an das neue Studio denke. Dass ganz nebenbei natürlich Personal eingespart wird (Mikros und Sender werden nicht mehr von einem Tontechniker, sondern direkt von der Maskenfrau angesteckt; anstatt Kameramann nur noch ein überzwercher Roboter, der übrigens 1 Monat vor der ersten Sendung immer noch nicht so wirklich so fährt, wie er soll…) OK, ich komme zum Schluss. Vielleicht noch die aktuellen Fakten: Am 17.07.2009 soll das Studio mit der 19:00-heute auf Sendung gehen, heute lief übrigens der erste Trailer dazu, im offiziellen ZDF-Vorabendprogramm und mit Anklängen der neuen Musik im Hintergrund (zu der ich mich aber jetzt nicht auslasse, sonst wirds sehr lang). “logo” und das “heute journal” sollen irgendwann auch aus der neuen N kommen, aber wahrscheinlich nicht mehr dieses Jahr. Ergänzend zur Überschrift möchte ich mit der Frage schließen: Vermitteln realer Nachrichten – von gestern?

Noch’n Heise-Beitrag

Montag, 11. Mai 2009

“Gravierende Einwände hat der Bitkom gegen die geplante Befugnis für die Zugangsanbieter, im Rahmen des Betriebs der vorgesehenen Stopp-Seite anfallende personenbezogene Daten wie IP-Adressen zu erheben und auf Anforderung Strafverfolgern zu übermitteln. Damit unterstelle die Politik faktisch, dass jeder Zugriff auf das virtuelle Warnschild eine Straftat darstellt. “Das ist sachwidrig und rechtlich bedenklich, da es viele Methoden gibt, einen Internetnutzer ohne dessen Willen und ohne dass es ihm bewusst wird, zur unterschwelligen dauerhaften Abfrage von Webseiten zu bringen.” Diese lägen dann im Browser-Cache und könnten bei einer Hausdurchsuchung als “Beweismittel” herangezogen werden.”

Mehr muss nicht gesagt werden, oder?
(Zitat-Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/137558, aus einer Stellungnahme des Bitkom).

Auch im letzten c’t TV bezieht heise klar Position (“dann haben wir hier Klein-China”). Ita est.

Nochmal neu

Montag, 11. Mai 2009

Na, wollen wir hoffen, dass der Fall nochmal verhandelt wird. Denn so geht es doch nun wirklich nicht! Das ging auch alles eindeutig viel zu schnell auf einmal, und in meinen Augen war das Urteil eindeutig falsch. Aber so ist das nun einmal, wenn Internetausdrucker über Dinge entscheiden, die sie einfach nicht verstehen.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/137584

Eine Technik, die viele Probleme im Internet lösen kann (Bandbreite, Zugriffsbeschränkungen etc.), derart in den Dreck zu ziehen und zu verurteilen, grenzt schon an Ignoranz. Warum ein Verzeichnis hierzu (wenn man das so nennen darf) an möglichen nicht legitimen, auf mehreren PCs verstreuten Inhalten eine Schuld haben sollte, ist mir als vernunftbegabtem Menschen äußerst schleierhaft.

Na, wisst ihr, über was ich rede (auch bevor ihr auf den Link geklickt habt)?

Auch wenns immer schwerer fällt, trotzdem eine schöne Zeit im Netz
wünscht Fabian

Mitzeichnen!

Freitag, 08. Mai 2009

Die 50.000-Zeichner-Marke ist mittlerweile überschritten, dennoch, bitte zeichnet mit, sofern ihr es noch nicht getan habt, und verbreitet diesen Link.

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860

Ich schreibe jetzt selbst zum Thema nichts mehr, da gibt es eigentlich nichts mehr zu zu sagen. Zensursula macht sprachlos angesichts ihrer geballten Inkompetenz und Sorglosigkeit in Bezug auf unser aller Demokratieverständnis (lesenswert ist dazu dieser Artikel, vor allem der Abschnitt vor dem ersten Voting).